Zwei Traditionen - eine Zukunft

Geschrieben von Charel Schmit. Veröffentlicht in zu Lëtzebuerg

Zwei Traditionen, eine Zukunft! (Beitrag im Luxemburger Wort vom 6. April 2012)

In der zweiten Märzhälfte standen die Sozialberufe im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Vom 20. bis zum 26. März fand eine Aktionswoche statt während der auf internationaler Ebene die Verbände und Organisationen eine globale Sozialagenda[1] gefordert haben. Auf nationaler Ebene veranstalteten die Berufsorganisation der Sozialberufe ihre Jahresversammlungen und die Universität Luxemburg lud zu einem Konferenzabend ein.[2]

Release of the global Social Agenda

Geschrieben von Charel Schmit. Veröffentlicht in zu Lëtzebuerg

 

Wozu brauchen wir einen  World Social Work Day?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Günter Friesenhahn zum World Social Work Day 2012

Unbestritten ist, dass die politische  Stabilität  und die wirtschaftliche  Prosperität  eines Landes wichtig sind. Aber sie verlieren an Wert, wenn  nicht gleichzeitig soziale Gerechtigkeit erfahren, politische Teilhabe realisiert und die Erfahrung des notwendigen materiellen Ausgleiches  zwischen den Mitgliedern einer Gesellschaft gemacht werden kann. In Deutschland  ist ein solcher Anspruch auch in der  Verfassung grundgelegt: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat." Konkrete Leistungsforderungen können aus diesem Statement  indes  nicht abgeleitet werden und deswegen wird um die Auslegung dieses Anspruches  in einer  dynamischen  Gesellschaft immer wieder gerungen.

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Passagen - Ausstellung (Wort-Artikel)

Geschrieben von Charel Schmit. Veröffentlicht in zu Lëtzebuerg

Dokumentarische Ausstellung im LTPES Mersch und Livingen

Nicht unter den Teppich kehren …
„Passagen – Stationen zur Geschichte der erzieherischen und sozialen Arbeit in Luxemburg“
Sozialarbeit von gestern nicht nur für Sozialarbeiter von morgen: „Passagen“ in Mersch.

Eine Ausstellung bedingt potenzielles Interesse und ist oft auch die Krönung einer Arbeit – ihre Anerkennung in breiterem Rahmen. So funktioniert „Passagen“ nicht, im Gegenteil. Die Fülle an brachliegendem Material, das hier zusammengetragen wurde, lässt eher auf vorheriges Desinteresse schließen. Die wichtigen und selbstlosen Aktivitäten, die im Lycée technique pour Professions éducatives et sociales (LTPES) in Mersch erstmalig kohärent dokumentiert waren, sind eher Ausgangspunkt denn Abschluss der Forschungsarbeit.

Dr. Ulla Peters (Universität Luxemburg) und Dipl. Soz. päd. Peter Witt (LTPES) registrierten in ihrer Arbeit mit angehenden Sozialarbeitern in Livingen und Mersch immer wieder die fragmentarische, nicht aufgearbeitete Geschichte Luxemburger Sozialarbeit. „Passagen“ entspringt dem Bewusstwerden dieses Mangels. Ursprünglich verfolgten sie zwei Ziele: Lehrmaterial für den Unterricht zusammentragen und die sozialen Berufe in ihrer Tradition verorten, als professionelle Selbstvergewisserung eines stark veränderlichen Berufsbilds.

Peters und Witt schränkten ihre Recherche zweifach ein. Die Ausstellung reicht vom 17. Jahrhundert bis zur Zäsur in den 1970er Jahren, als viele staatliche Institutionen soziale Aufgaben von den traditionell engagierten religiösen Orden zu übernehmen begannen. Sie beschränkt sich auch auf Sozial- und Erziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.