Sozialen Umbruch dokumentieren
Institutionen, Vereinigungen und Bibliothek als mögliche Partner
VON BIRGIT PFAUS-RAVIDA (Luxemburger Wort)
„Soziales Wissen“ – das kann vieles beinhalten: das Wissen um die Entwicklung sämtlicher gesellschaftlicher Probleme, seien es Globalisierung, Migration oder Veränderungen der Arbeitswelt. Dokumentationen und Schriften zu diesen Themen werden immer wieder herausgegeben, ob von Vereinen, Initiativen, Stiftungen oder Parteien. Doch wo finden sie sich gesammelt und geordnet? Eine solche Funktion könnte ein Sozialarchiv erfüllen. In Luxemburg soll jetzt ein solches gegründet werden.
„Der trinkende Arbeiter denkt nicht, der denkende Arbeiter trinkt nicht“, steht auf einer Postkarte, die Anita Ulrich aus einem roten Kästchen zieht. Ob Arbeiter oder junge Leute auf der Suche nach einem Job: Sie alle finden sich als Phänomene der sozialen Gesellschaft in dem roten Kasten, der die Essenz eines möglichen Sozialarchivs symbolisiert.